註釋 Abstract: Der Beitrag untersucht an Hand biographischer Erzählungen und Interviews, welches Verhältnis die 'Kinder des Widerstands', so der Sammelbegriff für alle Kinder der vom NS-Regime politisch und religiös Verfolgten, in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zur Politik entwickelten. Die Autoren beschränken sich hierbei auf die Gruppe der aus kommunistischen und sozialdemokratischen Familien stammenden Kinder und fragen nach dem Grad ihrer Politisierung nach 1945. Bemerkenswert ist, dass die 'Kinder des Widerstands' immer noch zu einer vergessenen Gruppe gehören. In den letzten Jahren ist in der deutschen Öffentlichkeit viel über die Generation der 'vaterlosen' Kinder, die zwischen 1935 und 1940 geboren wurden, über die Opfer des alliierten Luftkrieges, über Flucht und Vertreibung sowie zuletzt über die Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee 1944/45 diskutiert worden. Dabei ist ein Opfernarrativ entstanden, zu dem zweierlei angemerkt wird: Zum einen wird ausgeb