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Heracleon Philologus
Ansgar Wucherpfennig
出版
Mohr Siebeck
, 2002
主題
Philosophy / History & Surveys / Ancient & Classical
Religion / Biblical Criticism & Interpretation / New Testament
Religion / Christianity / History
Religion / History
Religion / Christian Church / History
Religion / Gnosticism
ISBN
3161476581
9783161476587
URL
http://books.google.com.hk/books?id=JcDaMy-mWGsC&hl=&source=gbs_api
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SAMPLE
註釋
English summary:
This examination of Heracleon is based on the dispute which took place in the 20th century surrounding the gnostic character of the Gospel of John. According to sources in antiquity, Heracleon was a gnostic in the school of Valentinus. Between 150 and 170 AD he wrote a commentary on the Gospel of John. This commentary is the first scholarly investigation of a New Testament Scripture which uses the methodological framework of Hellenistic philology. The comparison between the Gospel of John and Heracleon's commentary shows the themes which accompanied the rise of gnosticism in the second century.
German description:
Ausgangspunkt dieser Untersuchung zu Herakleon ist der Streit um den gnostischen Charakter des Johannes-Evangeliums. Ansgar Wucherpfennig leistet damit einen Beitrag zu einer umfassenderen Theologiegeschichte des 1. und 2. Jahrhunderts. Herakleons Bedeutung fur diese Phase der Entstehung christlicher Theologie ist bislang in Folge seines Rufs als gnostischer Lehrer verborgen geblieben. Nach den antiken Quellen war Herakleon namlich ein Gnostiker der Schule Valentins. Herakleons Fragmente sind als Zitate bei Origenes uberliefert. Ihre detaillierte Untersuchung ergibt, dass sie seinen Versuch dokumentieren, das Johannes-Evangelium nach den Regeln zeitgenossischer Bildung auszulegen. Die Schrift, der Herakleons Fragmente entstammen, ist also der alteste erhaltene wissenschaftliche Kommentar zum Neuen Testament. Herakleon hat ihn als Manuskript fur einen Unterricht verfasst, in dem er das Evangelium weitgehend kursorisch erklart hat. Die Fragmente seines Kommentars lassen Aspekte fruhchristlicher Schopfungslehre und Anthropologie und Ansatze zu einer gesamtbiblischen Theologie erkennen. Fur seine Schriftauslegung konnte Herakleon auf den Methodenplan der Philologie zuruckgreifen, die sich seit der Zeit des Hellenismus als eigenstandige wissenschaftliche Disziplin etabliert hatte. Das erlaubt Ansgar Wucherpfennig neue Ruckschlusse auf die Entstehung der Gnosis im 2. Jahrhundert. Sie erweist sich in Herakleons Kommentar als ein ambivalentes Phanomen: Einerseits kennzeichnet die Gnosis das Bemuhen des Christentums, sich im gesellschaftlichen Umfeld der Kaiserzeit als konkurrenzfahige Lehre darzustellen. Andererseits zeigt Herakleons gnostisierende Erklarung des Johannes-Evangeliums, dass das monotheistische judische Erbe des Christentums bei diesem Bemuhen in eine ernstzunehmende Krise gerat.