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Lebenswelten von Frauen der deutschen Oberschicht im Baltikum (1800-1939)
註釋Auf der Basis von uber 160 Autobiografien erweitert der in dieser Untersuchung herangezogene und von der Historiografie zu den Deutschen in den Ostseeprovinzen des Russischen Reichs bislang vernachlassigte Genderansatz die Forschungen, indem erstmalig der Fokus auf die Lebens- und Erfahrungswelten von Frauen der deutschen Oberschicht gelegt wird. Gerade das "lange 19. Jahrhundert" bietet im Untersuchungskontext den vor allem politischen und okonomischsozialen Rahmen, der voller Einbruche und Veranderungen seine Wirkungsmacht auf die untersuchten "Generationen" von Frauen spurbar werden lasst. Neben Modernisierung, Technisierung und Nationalisierungsprozessen lassen sich aus den Autobiografien Reaktionen auf gesellschaftliche Veranderungen lesen, die die Auswirkungen der politischen, kulturellen und z.T. okonomischen Entmachtung der deutschen Minderheit im Laufe des Untersuchungszeitrahmens auf das Genderkonstrukt belegen. Beim Aufbau einer Vergleichsebene mit Zeitgenossinnen im Inneren des Russischen Reichs und in Westeuropa konnte eine erstaunlich deutliche Nahe zu den Lebenswelten von Frauen des Burgertums und des Adels in weiten Teilen Deutschlands herausgearbeitet werden. Regionale Spezifika andererseits konnten aufgrund der sozial-politischen Minderheitenposition in ein Erklarungsmodell gebettet werden.